WBA | Internationale Tagung: Mentale Gesundheit in dynamischen Zeiten
Internationale Tagung: Mentale Gesundheit in dynamischen Zeiten
19.03.2026 09:00 – 17:00 Uhr, 20.3.2026 09:00 – 18:00 Uhr und 21.03.2026 09:00 – 13:00 Uhr
Einlass: 09:00 bzw. 09:30 Uhr
Sigmund Freud PrivatUniversität, Freudplatz 1, 1020 Wien
Sicherheit, vor allem emotionale Sicherheit ist eine wichtige Voraussetzung für mentale Gesundheit und ein gelungenes Miteinander. Ein Miteinander, das für erfolgreiches Lernen und persönliche Weiterentwicklung insbesondere für Kinder und Jugendliche in unterschiedlichen institutionellen Kontexten notwendig ist.
Welche Lösungsansätze man dafür denken kann und welche Ergebnisse praktische Umsetzungen in unterschiedlichen Bereichen zeigen, ist Gegenstand dieser Tagung.
Die Tagung spannt einen Themenbogen von den Ergebnissen des Erasmus + Projekts „ALLES“ -Achtsam Lernen und Lehren – Emotionaler Sicherheit an Schulen“ über die Mobile Familienarbeit zu Theorie und Anwendungsbeispielen der Multifamilientherapie.
Die Tagung findet unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr.in Gerda Mehta statt.
Keywords: #MentaleGesundheit, #MentalisierungsbasierteTherapie, #SystemischeFamilienarbeit, #MentaleGesundheitInDerSchule, #EmotionaleBildung, #SchulischePrävention, #ProjektALLES, #Erasmus, #SigmundFreudUniversität
Donnerstag: Programm & Workshops
Donnerstag: Programm & Workshops
Donnerstag 19.03.2026 9:00 – 17:00
09:00-9:30 Ankommen, Registrierung
09:30-10:00 Eröffnung und Begrüßung (Dip.Psych. Henner Spierling)
10:00-11:00 Impulsvortrag: Mentalisierungs-inspirierte systemische Arbeit mit Schulen und Familien (Prof. Dr. Eia Asen)
11:00-11:15 Pause
11:15-12:00 Das Erasmus+ Projekt „ALLES“
Projektpräsentation und internationale Erfahrungsberichte aus Deutschland, Österreich, Island, Spanien und Italien mit Evaluationsergebnissen der Universität Oldenburg
(Dipl. Psych. Henner Spierling, Mag.a Andrea Schmid, Sigríður Gísladóttir, Dr. Miguel Cárdenas Rodríguez, Prof. Dr. Riccardo Canova, Dr. Anna Maria Spittel)
12:00-13:00 Pause, Snacks
13:00-14:30 Workshops
Workshop 1: Eine Reise – Fünf Länder – Fünf praktische Erfahrungen
Dipl. Psych. Henner Spierling, Mag. Andrea Schmid, Sigríður Gísladóttir, Dr. Miguel Cárdenas Rodríguez, Prof. Dr. Riccardo Canova, DSA Astrid Schwarz, Mag. (FH) Irina Maric
Erleben Sie unterschiedliche internationale Beispiele bei der Umsetzung erfahrungsorientierter Zugänge zum Thema mentale Gesundheit/Krankheit in Schulen anhand von Unterrichtsmaterialien und Übungen.
Workshop 2: FiSch – „Familie in Schule“ in Wien
BL Andrea Murth, BL Christian Kraus
FiSch – „Familie in Schule“ ist ein von Eia Asen entwickeltes Modell der Multifamilienarbeit. Es richtet sich an Kinder mit Problemen im Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten, deren schulischer Erfolg gefährdet ist. Die Idee ist, dass die aktive Einbeziehung der Eltern in den Unterricht und deren gegenseitige Unterstützung eine Lösung der Probleme ermöglicht.
Workshop 3: Mobile Familienarbeit im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe – ein systemischer Zugang
Mag. phil. Meinrad Winge, Mag. phil. Susanne Glatzl-Pleesz
Wo Kinder gefährdet sind, bekommen Familien von der Behörde Veränderungsdruck. Aber kann man Menschen durch Druck dazu bringen, Kindern gedeihliche familiäre Entwicklungsbedingungen zu bieten? Da greifen Machtmittel alleine zu kurz – es braucht auch vertrauensvolle Gespräche, Impulse und Experimentiermöglichkeiten … Wie lässt sich das eine mit dem anderen konstruktiv verknüpfen?
14:30-15:00 Pause, Snacks
15:00-16:00 Mit dabei und mittendrin: Achtsam lehren und lernen – multiperspektivisch
Fishbowl zu den Erfahrungen und zukünftigen Perspektiven einer achtsamen Schulkultur mit Schüler:innen und Pädagog:innen aller Projektländer
16:00–17:00 Buchpräsentation und Diskussion
Meinrad Winge, Susanne Glatzl-Pleesz
Zur Hilfe verdonnert – Mobile Familienarbeit im Auftrag der Kinder und Jugendhilfe – ein systemischer Zugang
Freitag + Samstag: Workshop
Freitag + Samstag: Workshop
Freitag 20.03.2026 9:00-18h + Samstag 21.03.2026 9-13h
Workshop mit Prof. Dr. Eia Asen:
Mentalisierungs-inspirierte, systemische Mulitfamilienarbeit in Jugendhilfe, Schulen und klinischen Einrichtungen. Das MFT-Konzept: Theoretische Überlegungen und praktische Anwendungen.
Moderation: Dr. Gerda Mehta
Der Begriff ‚Mentalisieren’ beschreibt die Fertigkeiten, innere Geistes- und Gefühlszustände anderer Menschen und der eigenen Person erfassen und verstehen zu versuchen. Bei der Mentalisierungs-Inspirierten Multifamilienarbeit handelt es sich um eine Weiterentwicklung der inzwischen evidenzbasierten mentalisierenden Einzeltherapie (MBT). Während dieser Ansatz viele Gemeinsamkeiten mit anderen Therapieformen hat (systemischen, psychodynamischen wie auch verhaltenstherapeutischen), liegt der zentrale Fokus aber auf dem Fördern und Stärken des effektiven Mentalisierens in und zwischen Gruppen- und Familienmitgliedern. In diesem praxis-orientierten Workshop wird anhand von vielen Videoaufzeichnungen und Rollenspielen gezeigt, wie man in verschiedenen Phasen mit oft chronisch konfliktbehafteten Familien pragmatisch arbeiten kann. Praktische Übungen sollen Teilnehmern helfen, spezifische Techniken auszuprobieren und über Anwendungsmöglichkeiten in ihren eigenen Arbeitskontexten zu reflektieren.
Referent*innen
Referent*innen
Dr. in Gerda Mehta
Wissenschaftliche Leitung der Tagung.
Klin. Und Gesundheitspsychologin, systemische Familientherapeutin, Mediatorin, Supervisorin. Sie ist seit Beginn Leiterin des systemischen Programms an der SFU und war 38 Jahre lang im Kinderschutz tätig. Ihr Interesse gilt dem Zusammenspiel von Gesellschaft, Familie und Individuum. Sie hat in vielen Einrichtungen rund um das Familienleben gearbeitet.
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Prof. Dr. med. Eia Asen
Facharzt für Kinder- und Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie; Systemischer Therapeut. Studium der Medizin in Berlin, seit 1973 in London psychiatrisch tätig. Bis 2013 Ärztlicher Direktor des Marlborough Family Service in London, von 2013 bis 2024 am Londoner Anna Freud Centre tätig und weiterhin Gastprofessor am University College London.
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Dr. Riccardo Canova
Psychiater und Familienpsychotherapeut. Er hat im National Health Service und im Kinderschutzdienst gearbeitet. Ehemals außerordentlicher Professor an der Universität Mailand-Bicocca. Derzeit freiberuflich tätig. Er unterrichtet am Mailänder Familientherapiezentrum (gegründet von Luigi Boscolo und Gianfranco Cecchin) und leitet Therapie- und Ausbildungsgruppen in Multifamilientherapie und „No Kids in the Middle“.
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Dr. Miguel Cárdenas Rodríguez
Psychiater, CAMHS, Koordinator für Gemeinschaftsprogramme bei der Fundación Orienta, Barcelona. Gründer von Fundación Yuma Kids, Kolumbien.
Koordinator der Kidstime-Workshops und des Erasmus+-Projekts „Kids in Mind“, Spanien.
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Christian Kraus
Beratungslehrer und seit 2015 Lehrer in der FiSch-Klasse
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Mag. a (FH) Irina Maric
Diplomierte ganzheitliche Kunsttherapeutin. Unterstützt Menschen in freier Praxis und institutionell bei kreativen Prozessen zur Stärkung von Selbstwirksamkeit und Resilienz.
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Andrea Murth
Beratungslehrerin / MFA Trainerin und seit 2015 Elterncoach in der FiSch-Klasse
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Mag.a phil. Susanne Glatzl-Pleesz
Pädagogin/Sonder- und Heilpädagogin, systemische Psychotherapeutin in der aufsuchenden Familienarbeit von „Rettet das Kind“ sowie in freier Praxis tätig.
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Mag.a Andrea Schmid
Systemische Familientherapeutin. Gründung und Leitung des systemischen zentrums wienerwald. Lehrtherapeutin der Sigmund-Freud-Universität Wien. Koordinatorin des Erasmus + Projekts „Kids in Mind“, Österreich.
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DSA Astrid Schwarz
Dipl. Sozialarbeiterin, Theaterpädagogin. Sie war 30 Jahre in sozialer Arbeit ua. mit Kindern, Jugendlichen und Familien und im sozialpsychiatrischen Bereich tätig. Sie arbeitet seit 10 Jahren als Mediatorin in freier Praxis.
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Dipl. Psych. Klaus Henner Spierling
Bereichsleiter für gruppen- und familienbezogene psychosoziale Arbeit, Sozialpädiatrisches Zentrum; AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG. Gründer und Vorsitzender von Kidstime Deutschland e.V.
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Dr. in Anna-Maria Spittel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonderpädagogik und Rehabilitation der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Thema Krankheit und Behinderung in Familien, darunter auch mit der Zielgruppe der jungen Pflegekräfte.
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Wiebke Stöhr
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonderpädagogik und Rehabilitation der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Gefühl der Scham im Bildungskontext.
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Mag. Phil. Meinrad Winge
Systemischer Psychotherapeut im Verein „Rettet das Kind“ (NÖ) und in freier Praxis. Honorarprofessor an der Fachhochschule St. Pölten im Studiengang Soziale Arbeit.
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Tagungsgebühr
Tagungsgebühr
Tagung Donnerstag: € 120.- / Frühbucherbonus bis 31.12.2025: € 102.-
Workshop: Freitag/Samstag: € 250.-/ Frühbucherbonus bis 31.12.2025: € 212.-
Donnerstag-Samstag: € 320.-/ Frühbucherbonus bis 31.12.2025: € 272.-
Kostenlos für Studierende der Systemischen Familientherapie, mit Angabe der Mat.Nr. email Adresse. (Code erforderlich)
Kostenlos für Erasmus+ Teilnehmende (Code erforderlich)
Zielgruppe
Zielgruppe
Fachpersonal aus allen psychosozialen und medizinischen Arbeitsfeldern, ÄrztInnen, MitarbeiterInnen und Beautftragte der Familien- und Jugendhilfe, MitarbeiterInnen in stationären Settings, PädagogInnen, HortbetreuerInnen, MitarbeiterInnen von Beratungsstellen, FachexpertInnen aus behördlichen Bereichen und StudentInnen der PTW und der Psychologie, PsychotherapeutInnen.
Kontakt & Anmeldung
Kontakt & Anmeldung
Sigmund Freud PrivatUniversität
Weiterbildungsakademie
Tel: +43 1 90 500 70 1555
Email: weiterbildung@sfu.ac.at
Web: https://weiterbildungsakademie.sfu.ac.at