WBA | Von Ohnmacht zu Stärke und Triumph: Scham und Schuld in der Traumatherapie
Onlineseminar der SFU Weiterbildungsakademie
Termin
25.03.2026 18:00 – 19:30 Uhr, online über ZOOM
Keywords: #ToxischeScham, #GesundeScham, #Schuld, #Trauma, #Ego-State-Perspektive, #Physiognomie, #Nervensystem, #Schamabwehr
Inhalt
Scham, oft nur schwer von Schuld zu unterscheiden und oft mit Schuld vermischt oder verwechselt, ist eine überaus schmerzhafte und machtvolle Emotion. Alle Pathologien, die mit Selbstverurteilung oder Selbstabwertung zusammenhängen, haben mit toxischer Scham zu tun. Diese ist auch eng verbunden mit Trauma. Deshalb ist es bei der Traumabehandlung wichtig, die Scham als solche zu erkennen, sie zu beachten, zu entwirren, zu lösen.
Dabei muss der/die Therapeut*in berücksichtigen, wie verwundbar Menschen mit toxischer Scham sind, wie leicht sie (wieder) beschämt werden und wie vorsichtig dieses Thema in der Therapie angegangen werden muss. Tiefe toxische Scham ist gleichbedeutend mit Kollaps und komplettem Energieverlust, begleitet von Gefühlen der Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit.
Neben der Beschäftigung mit Scham aus verschiedenen Perspektiven, der Unterscheidung zwischen Scham und Schuld, zwischen gesunder und toxischer Scham und einigen theoretischen Erläuterungen wird in diesem praxisnahen Vortrag aufgezeigt, wie Klient:innen unter Einbezug des Körpers von der Ohnmacht und Immobilität der Scham sukzessive in eine Alpha-Physiognomie der gesunden Selbstbehauptung gebracht werden können, hin zu Würde, Freude, Triumph. Dabei verbindet die Referentin Ego-State-Therapie mit den für dieses Vorgehen notwendigen somatischen Zugängen.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Die vielen Facetten der Scham: Scham verstehen
- Neurophysiologische Aspekte
- Unterscheidung Scham / Schuld
- Umgang mit Scham und Schuld in der Traumatherapie
Dr. phil. Silvia Zanotta
Silvia Zanotta, Dr. phil., arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien in Zürich. Sie hat neben Personenzentrierter Psychotherapie (Carl Rogers), Klinischer Hypnose (Milton Erickson), Psychoimaginativer Traumatherapie PITT (Luise Reddemann) und EGO-STATE-THERAPIE (John und Helen Watkins) auch in SOMATIC EXPERIENCINGâ (Peter Levine), Ressourcen-Therapie (Gordon Emmerson) und SOMATIC EGO STATE THERAPY (Maggie Phillips) zertifiziert und ergänzt dieses ganzheitliche Spektrum mit energetischer Psychologie/Klopfakupressur. Ihr Spezialgebiet: Traumabehandlung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch die Kombination von Ego-State-Therapie und Hypnose mit somatischen Methoden.Sie ist Ausbildnerin, Supervisorin sowie Gründerin und Co-Leiterin der Ego-State- und der Ressourcen-Therapieausbildung in der Schweiz (www.egostatetherapie.ch), Dozentin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Psychologie und Autorin verschiedener Artikel in Fachbüchern und Zeitschriften sowie ihrer eigenen erfolgreichen Buch-Publikation „Wieder ganz werden – Traumaheilung mit Ego-State-Therapie und Körperwissen“ (Carl Auer, 2018). Die englische Übersetzung erschien im August 2024 bei Routledge, Taylor & Francis unter dem Titel: Somatic Ego State Therapy for Trauma Healing: Whole Again.
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