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Gefühlserbschaften: Transgenerationale Traumata verstehen und verarbeiten

Termin

21.10.2026 18:00 - 20:30 online über ZOOM

Lehrveranstaltungstyp

Seminar

Umfang

3 Unterrichtseinheiten

Kosten

€ 89,-

Abschluss

Teilnahmebestätigung
Window of Opportunity für PTW Studierende

Sprache

Deutsch

Anmeldung
Anmeldeschluss

21.10.2026 10:00

Inhalt

Die Bedeutung von transgenerationaler Weitergabe traumatischer Belastungen für psychotherapeutische Prozesse wird vermittelt. Insbesondere Kriegs- und Fluchttraumata im Kontext des 2.Weltkriegs finden Berücksichtigung.
#TransgenerationaleWeitergabe, #Gefühlserbschaften, #Kriegstraumatisierungen, #WiederermächtigungDerSeele

Am 08. Mai 2025 jährte sich das Ende des zweiten Weltkriegs und der NS-Zeit zum 80. Mal. Als Nachkriegsgenerationen kennen wir Krieg, Flucht und Vertreibung nicht mehr aus eigenem Erleben. Und doch wirken in Familien von Tätern und Opfern und im kollektiven Bewusstsein Gefühlserbschaften und Spuren traumatischer Erfahrungen weiter. Eine Generationenübergreifende Sichtweise und der Blick auf die Zeitgeschichte hilft uns, uns selbst und andere besser zu verstehen und anzunehmen und die Erkenntnisse für die Psychotherapie zu nutzen.
Wie wirkt transgenerationale Weitergabe überhaupt? Welche Bedeutung haben Bindung und Beziehung dabei?
Wir begegnen heute Menschen, die aus Krieg und Not flüchten. Wir spüren die Gegenwart von Krieg in verschiedenen Regionen der Welt. Was macht das mit uns? Was macht es mit Menschen, die zu uns in Psychotherapie kommen?
Wir leben in einer Zeit, die es erlaubt, unserer Geschichte und unseren Geschichten seelischen Raum zu geben. Sensibilisiert durch die familiäre und kollektive Vergangenheit, haben wir die 
Möglichkeit, uns den Herausforderungen zuzuwenden und für unsere Humanität einzustehen.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Wenn Geist und Seele überfordert werden
  • Über transgenerationale Weitergabe
  • Krieg und Flucht als man made desaster
  • Krieg und Flucht in Deutschland und Österreich - ein Blick in unsere Psychohistorie
  • Die Bedeutung guter Bindungen für die seelische Entwicklung
  • Der Verlust guter Bindungen durch psychotraumatische Belastungen
  • Ehemalige Kriegskinder als Eltern: Beziehungs- und Bindungserfahrungen für die Folgegeneration
  • Psychische und psychosomatische Erkrankungen in Psychotherapieprozessen auf dem Hintergrund transgenerationaler Weitergabe von traumatischen Belastungen
  • Wege aus Gefühlserbschaften und transgenerationaler Weitergabe
  • Über die Wiederermächtigung der Seele
  • Kräfte und Stärken im transgenerationalen Kontext
  • In der Begegnung mit Krieg und Flucht heute

Ziele

  • Die Bedeutung von transgenerationaler Weitergabe traumatischer Belastungen wahrnehmen und sie für die Psychotherapie umsetzen.
  • Ein Verständnis der Übermittlung transgenerationaler Traumata durch Beziehung und Bindung entwickeln.
  • Krieg und Flucht als man-made-desaster einordnen

Methodik

Vortrag, Fragen, eigene Beiträge, Diskussion

Zielgruppe

Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, psychologische Berater*innen, Interessierte

Referent*in

Bettina Alberti

Bettina Alberti, arbeitet seit 1986 als Psychologische Psychotherapeutin mit tiefenpsychologischer Ausrichtung in Lübeck. Ihr fachlicher Schwerpunkt ist die Auswirkung von psychischer Traumatisierung auf die Bindungs- und Beziehungsentwicklung.

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