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Trauma & Beziehungen – Wege aus destruktiven Mustern

Termin

11.06.2026 18:00 - 20:15 online über ZOOM

Lehrveranstaltungstyp

Seminar

Umfang

3 Unterrichtseinheiten, 3 DFP Punkte

Kosten

€ 79,-
€ 0,- Ambulanzmitarbeitende

Abschluss

Teilnahmebestätigung
Window of Opportunity für PTW Studierende

Sprache

Deutsch

Anmeldung
Anmeldeschluss

11.06.2026 10:00

Inhalt

Trauma und Beziehungen – wie (frühe) Traumatisierungen die Paarbeziehung beeinflussen und was wir tun können, um destruktive Dynamiken zu lindern.
Die Folgen unverarbeiteter Traumatisierungen zeigen sich nirgends so deutlich, wie in unseren Beziehungen. Trauma und seine Folgen erkennen und darauf eingehen zu können, ist wesentlich, um heilsame Prozesse nachhaltig erfolgreich zu begleiten.
#kPTBS, #Traumafolgestörungen, #Bindungstrauma, #Beziehungen, 

Traumatische Erfahrungen – insbesondere in der frühen Kindheit – prägen die innere Landkarte von Beziehung, Bindung und Selbstwahrnehmung tiefgreifend. Die Auswirkungen zeigen sich besonders deutlich in Partnerschaften: dort, wo Schutz, Verbundenheit und Intimität lebendig sein sollten, treten alte Verletzungen, Schutzstrategien und emotionale Überlebensmuster besonders stark hervor.

Der Vortrag beleuchtet die neurobiologischen und psychodynamischen Grundlagen dieser Phänomene auf Basis der Polyvagaltheorie, der Bindungstheorie und traumatherapeutischer Ansätze (u. a. Ego-State-Therapie, Körperpsychotherapie und systemische Perspektiven). Anhand typischer Paardynamiken wird sichtbar, wie unverarbeitete Traumatisierungen zu eskalierenden Konflikten, Rückzug, Co-Abhängigkeit oder Entfremdung führen können.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Wie frühkindliche Bindungs- und Entwicklungstraumata das Beziehungsverhalten beeinflussen
  • Das Nervensystem als „Beziehungsorgan“: Sicherheit, Regulation und Triggermechanismen
  • Typische dysfunktionale Dynamiken traumabelasteter Paare
  • Der Unterschied zwischen Beziehungskonflikten und traumareaktiven Mustern
  • Handlungsmöglichkeiten im professionellen Kontext: traumasensible Begleitung, Sprache, Haltung und Intervention
  • Übungen und Mikro-Interventionen zur Förderung von Selbst- und Co-Regulation in Paarbeziehungen

Ziele

  • Die Teilnehmenden verstehen, wie sich (frühe) Traumatisierungen in Bindungs- und Beziehungsmustern äußern
  • Sie können typische dysfunktionale Dynamiken in Paarbeziehungen traumasensibel deuten und begleiten
  • Sie kennen die Bedeutung des autonomen Nervensystems für Beziehungserleben und Emotionsregulation
  • Sie erhalten Impulse zur ressourcenorientierten und integrativen Begleitung traumatisierter Paare

Zielgruppe

Therapeuten, Coaches, Studierende (Fachbereich Psychologie, Psychotherapie oder andere soziale und Gesundheitsberufe)

Referent*in

Verena König

Verena König ist Traumatherapeutin, Seminarleiterin, Podcasterin und Autorin des Bestsellers »Bin ich traumatisiert?« und des #1 Bestsellers “Trauma und Beziehungen”. Die Heilpraktikerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie absolvierte Ausbildungen in Systemischer (Paar-)Therapie und Aufstellungsarbeit, sowie psychotraumatologische Weiterbildungen wie Ego-State-Therapie, Trauma Touch, EMDR, Brainspotting und Polyvagal-Informed Practice.  
Sie ist Gründerin und Leiterin der König Weiterbildungen GmbH über die sie Seminare und Weiterbildungen für Therapeuten und Coaches, sowie fundierte Online-Kurse für Traumabetroffene anbietet. Mit ihrer Methode „NI Neurosystemische Integration – ganzheitlich integrative Traumaarbeit“ bildet sie Menschen verschiedener Profession darin fort, andere traumasensibel zu begleiten.
Verena König erreicht mit ihrem wöchentlichen Podcast zu Trauma und Traumadynamiken hunderttausende Menschen, denen sie so einen niedrigschwelligen Zugang zu hilfreichem Wissen und praktischer Selbstwirksamkeit ermöglicht. 
Ihre berufliche Praxis umfasst über 20 Jahre Erfahrung in Einzelsitzungen, Seminaren und Supervision. Verena König lebt und arbeitet im Odenwald. 

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