Das Unfassbare in Worte fassen: Mit Kindern über den Krieg sprechen
em. Univ.Prof.in Dr.in Brigitte Sindelar

Termin
10.06.2022, 18:00 – 20:30 Uhr
online über ZOOM
Umfang
3 Unterrichtseinheiten
Kosten
€ 29,-
Anmeldung

Krisen sind nie nur materielle Ausnahmesituationen, sondern bringen immer auch gravierende Veränderungen im kollektiven Erleben der Zeit mit sich. In der gerne so genannten „Neue Normalität“ werden jetzt pandemiebedingte Verwerfungen der Lebenswelt noch zusätzlich vom Krieg in der Ukraine und den immer deutlicheren Zeichen des Klimawandels verstärkt. Was macht in so einer Krise überhaupt noch Sinn? Wie kann man mit individuellen und kollektiven Ängsten umgehen? Welche mentalen Ressourcen und Bewältigungsstrategien können helfen? In einem intellektuellen Diskurs mit Vordenker*innen unserer Zeit sollen diese Fragen gemeinsam und interaktiv erörtert werden.

Inhalt

Nach der Corona-Krise, die noch nicht überstanden ist, erreicht unsere Kinder und Jugendlichen die nächste unvorhersehbare Belastung: Der Krieg in der Ukraine löst Bestürzung, Fassungslosigkeit und Angst in uns Erwachsenen aus. Es ist unmöglich zu verhindern, dass auch Kinder und Jugendliche damit konfrontiert werden. Und auch sie machen sich Sorgen, haben Angst, und vor allem viele Fragen – zum Krieg, zur Flucht, zu Flüchtlingskindern.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Wie kann Kindern und Jugendlichen der Krieg in der Ukraine erklärt werden, wie mit ihnen über das bedrückende Thema Krieg und Flucht gesprochen werden?
  • Wie können sie entlastet werden, ihre Angst und Sorgen verringert werden?
  • Was ist dabei in welchem Alter zu beachten?

Zielgruppe

Angehörige psychosozialer Berufe, sowie interessierte Eltern und andere Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen

Methodik

„Krise als Daily Business“ – Vortragsreihe in Begleitung mit der Tageszeitung DER STANDARD

Referentin

em. Univ.Prof.in Dr.in Brigitte Sindelar

– Klinische Psychologin
– Psychotherapeutin
– Trägerin des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst
– Arbeitsschwerpunkte:
– Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie; Entwicklung einer Methode zur Diagnostik und Behandlung von partiellen Entwicklungsdefiziten in der Informationsverarbeitung („Sindelar-Verfahren“, Sindelar-Methode“), die nach ihrem Modell zu Lernstörungen wie Legasthenie und Dyskalkulie und auch Verhaltensproblemen führen können.
– Aufbau und Leitung eines Versorgungsnetzes für Kinder und Jugendliche mit Teilleistungsschwächen in Österreich, Deutschland und der Slowakei (“Schmunzelclubs”)