Macht und Empathie in Zeiten der Krise
Dr. phil, Dipl.-Psych. Wolfgang Schmidbauer

Termin
01.06.2022, 18:00 – 20:30 Uhr
online über ZOOM
Umfang
3 Unterrichtseinheiten
Kosten
€ 29,-
Abschluss
Teilnahmebestätigung
Anmeldung

Krisen sind nie nur materielle Ausnahmesituationen, sondern bringen immer auch gravierende Veränderungen im kollektiven Erleben der Zeit mit sich. In der gerne so genannten „Neue Normalität“ werden jetzt pandemiebedingte Verwerfungen der Lebenswelt noch zusätzlich vom Krieg in der Ukraine und den immer deutlicheren Zeichen des Klimawandels verstärkt. Was macht in so einer Krise überhaupt noch Sinn? Wie kann man mit individuellen und kollektiven Ängsten umgehen? Welche mentalen Ressourcen und Bewältigungsstrategien können helfen? In einem intellektuellen Diskurs mit Vordenker*innen unserer Zeit sollen diese Fragen gemeinsam und interaktiv erörtert werden.

Inhalt

In der digitalisierten Gesellschaft mehren sich die Signale scheiternder Kränkungsverarbeitung. Die wirtschaftlich erwünschte Beschleunigung der Kommunikation führt zu einem Schwinden der Empathie und privilegiert schnelle, oft sehr aggressive Urteile („Helikoptermoral“). Die seelischen Verarbeitungsmöglichkeiten  werden von zwei Seiten überlastet: Einmal durch regressive Mechanismen wie Mobbing und Stalking, dann aber auch durch die Versuche, bürokratisch gegenzusteuern, durch die das kalte juristische Denken sich auch der Berufe bemächtigt, in denen defensive Strategien eine wirkungsvolle Arbeit erschweren.
 

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Kränkungsverarbeitung
  • Empathie in einer digitalisierten Gesellschaft
  • „Helikoptermoral“

Zielgruppe

Offen für alle

Methodik

„Krise als Daily Business“ – Vortragsreihe in Begleitung mit der Tageszeitung DER STANDARD

Referent

Dr. phil, Dipl.-Psych. Wolfgang Schmidbauer
– Lehranalytiker (MAP,DGPT)
– Supervisor (DGSv)
– Autor