Seminar Sucht und Suchtbehandlung

Termine:

Donnerstag, 28.01.2021, 18:00 bis 20:30 Uhr  und 
Freitag, 29.01.2021, 16:00 bis 18:30 Uhr 

Einheiten: 6 UE 

Kosten: € 235,-  
für SFU Studierende € 141,-
für SFU Alumni € 188.-

Veranstaltungsort: online über ZOOM

Teilnehmerzahl begrenzt

Eine Einführung für Psychotherapeuten, Psychologen und andere professionelle Helfer

Sucht ist eine der häufigsten komorbiden Erkrankungen  bei anderen psychischen Störungsbildern. Bleibt die Sucht unbehandelt ist ein Einwirken auf die Indexerkrankung häufig nicht von Erfolg gekrönt, da die Suchterkrankung einen „konservierenden“ Faktor darstellt. Andererseits scheuen sich viele TherapeutInnen mit suchterkrankten Patientinnen zu arbeiten, dies jedoch völlig unbegründet. Der Workshop soll neben relevanten Zahlen, Daten und Fakten  praxisnahe Skills,  in der Behandlung Suchterkrankter, wie etwa die motivationsfördernde Gesprächsführung, vermitteln.

Schwerpunkte

  • Stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen
  • Stoffungebundene Abhängigkeitserkrankungen

 

Zu den stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen gehören neben Alkohol- und Tabakabhängigkeit auch der pathologische Gebrauch von Medikamenten und illegalen Drogen. Neben der spezifischen Wirkung der „Droge“ und der damit verbundenen Funktion des Konsums steht in diesem Workshop die Interaktion mit anderen auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren im Vordergrund.

Checking behaviour, FOMO, WOW, near Missis, binge watching, Cybersex etc. sind Begriffe aus unterschiedlichen Verhaltenssüchten. Im Unterschied z.B. zur Alkoholabhängigkeit ist für die Therapie und Behandlung von Verhaltenssüchten auch ein tieferes Verständnis des „Suchtmittels“ nötig. In den nächsten Jahren ist mit einem massiven Anstieg von Internetgebrauchsstörungen zu rechnen. Mit dem ICD-11 wird diese erstmals als Abhängigkeitserkrankung im Diagnosemanual der WHO geführt.

Zielgruppe: Psychotherapeuten, Psychologen und andere professionelle Helfer

Referent: Dr. Oliver Scheibenbogen

Er studierte Psychologie an der Universität Wien, wo er 2001 den Akademischen Grades Magister der Naturwissenschaften verliehen bekam. 2003 beendete er das Curriculum zum Klinischen und Gesundheitspsychologen und ist seither in der Liste des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen eingetragen. 2006 beendete er das Doktoratsstudium der Psychologie an der Humanwissenschaftlichen Universität Liechtenstein und Wien mit der Verleihung des Akademischen  Grades  Doktor der Naturwissenschaften. Seit 1996 ist er am Anton Proksch Institut tätig, mittlerweile leitet er den Bereich der Klinischen Psychologie und der Kreativität und Lebensgestaltung Des Weiteren ist er Biofeedbacktherapeut/ –lehrtherapeut und im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Biofeedback und Psychophysiologie (ÖBfP). Im Rahmen der Ausbildung zum Klinischen und Gesundheitspsycholgen ist er als Vortragender vom Bundesministerium zertifiziert.

2009 – 2014 Leitung des beruflichen (Re-)Integrationsprojektes BRISANT für Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen unmittelbar nach stationärer Therapie.

Seit 2013 Forschungskoordinator und stellvertretender Koordinator der Akademie des Anton Proksch Instituts

Seit 2018 stellvertretender Institutsvorstand am Institut für Sozialästhetik und Mental Health an der Sigmund Freud Universität Wien

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