Termin
28. und 29.04.2021, 18:00 – 20:30 Uhr
Umfang
6 Unterrichtseinheiten
Kosten
€ 159,00.-
Abschluss
Teilnahmebestätigung

Zwangsneurosen und Zwangsstörungen gehören zu den herausforderndsten und therapeutisch schwierigsten Diagnosen in der Psychotherapie. Leidet jemand unter massiven Zwangsproblemen, erleben sich Betroffene meist in sehr schmerzlicher Weise als ohnmächtiges, hilfloses, ausgeliefertes Opfer solcher Kräfte. Dies stellt auch TherapeutInnen vor schwierige Herausforderungen, da sie mit starker Hoffnungslosigkeit, Apathie und Resignation konfrontiert werden. Solche KlientInnen wurden früher oft als „schwer therapierbar“ weitergereicht.
Allerdings machten Diagnose und Therapie von Zwängen in den letzten Jahren deutliche Fortschritte der wissenschaftlicher Methoden.
Die Ablösung des ICD10 durch den ICD11 zeigt beispielhaft Veränderungen der bisherigen Klassifizierung der Zwangsstörungen.
Noch deutlicher lasst sich die Weiterentwicklung der therapeutischen Ansätze beschreiben.
Seit Freuds Publikationen vor mehr als 100 Jahre zur Zwangsneurose (z.B. „Rattenmann“ und „Wolfsmann“) hat die Psychoanalytische Behandlung mehrere neue Therapieansätze entwickelt.
Es werden aber auch einzelne nicht-analytische Ansätze vorgestellt, die den Anspruch größerer Effizienz behaupten.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Zwangs-Gedanken – Zwangs- Handlungen – Symptomatik
  • Diagnostik: ICD10, ICD11, Test-Leitfaden
  • Überblick über aktuelle Verfahren, Behandlungsbeispiele
    • Neuere Psychoanalytische Therapien
    • Verhaltenstherapie: Metakognitive Therapie
    • Hypnotherapie: Affektregulation und Impulskontrolle
  • Unterstützende Maßnahmen und Therapieverläufe
  • Übertragungsphänomene
    • Selbstschutz der/s TherapeutIn
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

Zielgruppe

Die Einladung richtet sich an Praktiker*innen der verschiedenen Professionen (Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Mediziner*innen, Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Studierende einschlägiger Fachrichtungen), die in ihrem beruflichen Alltag bei Kindern und Erwachsenen mit Zwangsstörungen konfrontiert sind.

Referent

Dr. Peter Battistich
  • Klinischer und Gesundheitspsychologe, Gutachter
  • Psychotherapeut, Krisen- und Traumatherapeut
  • Supervisor in klinischen und Gesundheitseinrichtungen
  • Universitätslektor: SFU, Universität Wien, Karl Landsteiner-Universität
  • Lektor an der Österr. Akademie für Psychologie (BÖP)
  • Tätigkeitsschwerpunkte: wissenschaftliche Projekte, Lehrtätigkeit, Psychodiagnostik, Krisenintervention, Paartherapie

Termin

  • 28. und 29.04.2021, 18:00 – 20:30: online über ZOOM